estefy en Mexico

Donnerstag, Dezember 21, 2006

Hallo!

Erstmal Feliz Navidad!Ich wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest in Deutschland, Chile, Australien, Kanada,...!
Mein Weihnachten wird sicher mit Maria und wahrscheinlich bei der Familie ihres mexikanischen Freundes gefeiert! Auch wenn es sicher ein merkwürdiges Weihnachten mit fremden Leuten und strahlendem Sonnenschein wird, ist es doch unglaublich wie gastfreundschaftlich die Mexikaner sind! Ob unsere Nachbarn, unsere Vermieterin,...wir haben schon einige Weihnachtseinladungen bekommen. Und unsere Putzfrau hat unser Haus weihnachtlich geschmückt, einen Tannenbaum aufgestellt und Geschenke darunter gestellt!


Kaum zu glauben, wirklich, aber die Zeit hier ist vorbei. Alle Examen sind erfogreich bestanden nach zwei krassen Arbeitswochen (na gut, in Köln ist es locker ein Monat und die Noten sind schlechter:-)), viele Leute abgereist und heute hiess es Abschied nehmen von der Hälfte meiner Mitbewohner! Montag kommen mich schon meine Eltern besuchen, ich ziehe mit ihnen ins Hotel und dann wird erstmal Mexiko etwas bereist (Mexico City und Umgebung sowie Acapulco) bis zum 11.01. Nach ihrer Abreise wird es dann für mich wahrscheinlich noch weitergehen nach Oaxaca, Chiapas und Yucatan. Und wann ich wieder nach Hause komme? Ist gerade mal wieder völlig unklar...vielleicht im Februar zum Praktikum in Hannover oder ich werde noch was länger reisen/social work machen und komme so Ende März wieder?

Meine letzten 2 Tage hier im Haus! Zeit für ein paar Eindrücke:
Unser Haus mit grossem Garten wo sich Limonenbaum, Avocadobaum
und Eichhörnchen treffen.

Und wir, bei unserem Abschiedsabend.

Und was ist sonst noch so passiert in der letzten Zeit?

Ich war mit Maria in Kuba. Wir haben 6 Tage lang in einer Familie in Habanna gewohnt. Ein wenig runtergekommenes Haus aber mit Dachterasse und direkt parallel zum Malecón (Promenade) und Blick aufs Meer. Habanna, an sich eine wunderwunderschöne Stadt mit unzähligen alten, stuckverzierten Häusern von denen leider jedes Jahr 300(!) in sich zusammenfallen, weil sie nicht genügend renoviert werden. In Häusern die bei uns unter Denkmalschutz ständen, wohnen hier ärmere Leute und Wäsche hängt zum Fenster heraus. Als Maria und ich da waren wurde zu Ehren Fidel Castros Geburtstag eine Parade gegeben, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen haben. Morgens um 5 Uhr versammelte sich ganz Habanna und mehr auf einem Platz; Fähnchen wurde verteilt und viele Leute hatten Plakate gemalt. Es wurde dann losmarschiert zum Plaza de la Revolución. Alle Universitätsstudenten in Einheitskleidung waren auch versammelt und die Leute wurden mit Parolen wie "Viva Fidel, Viva cuba libre" angefeuert zu diesem Platz zu rennen. Maria und ich bisher mittendrin dabei war das dann doch zu viel und wir haben uns das Spektakel aus der Entfernung angesehen. Fidel hat sich leider zu seiner Geburtstagsparty nicht blicken lassen.
Ansonsten Kuba- wunderschöne Landschaften aber ein echtes Essens-such-problem. da wir ja nicht touristisch gewohnt haben und auch sonst günstig gelebt haben, haben wir zu spüren bekommen das es in Kuba nicht an jder Ecke etwas zu kaufen gibt. Mit der nationalen Währung (moneda nacional) die eher für Einheimische ist kauft man supergünstig Obst, Gemüse, Softeis und eklige Standardpizza; natürlich nur falls etwas da ist (ernsthaft öfters passiert das die Hälfte der schon kärgliche Speisekarte einfach nicht mehr da war). Die andere Währung, der pese convertible, ist eher für Touristen und die Preise kommen fast an deutsche Verhältnisse dran; aber auch davon findet man nicht an jeder Ecke etwas.
Die Kubaner (wirklich überwiegend sehr schöne Menschen), bleiben dabei aber lebensfroh, zur abendlichen Soap Opera sind die Strassen wir leergefegt, sie dürfen per Gesetz wohl nicht mit Touristen sprechen (machen es aber) und sind eigentlich überraschend weltoffen (zum Teil sogar selber in Frankreich,..gewesen). Auch wenn Kuba sicherlich einige ziemliche gute Dinge (sehr gute Ärzte, sehr gute Alphabetisierungsquote, Studenten leisten bevor sie arbeiten oder während des Studiums soziale Arbeit,.....)hat, betont das Museum der Revolucion so etwas von einseitig das Gute Kubas. (es werden da unter anderem so "Verschwörungstheorien"(?) dagestellt wie "die Amerikaner haben im Jahre ? die Schweinepest nach Kuba eingeschleust um "unsere" Schweine zu töten",....).
Kubas zerfallende Schönheit

zerüttete Beziehung???
Der Friedhof Habannas der so gross ist, dass es Strassen gibt.

"Diese Land ist militärisch unverwundbar"
Leute in Kuba die vor gewöhnlichen Geschäften anstehen....oder auch in Mexiko die Telefonrechnung bezahlen (wir mittendrin-1 Stunde anstehen!)

So, das wars erstmal von mir!! Ein schönes Weihnachtsfest! Wir werden uns gleich auch auf den Weg machen!!

Steffi