Hola!
So, da wird es doch mal wieder Zeit für ein Update aus meinem mexikanischen Leben bevor ab Montag dann endlich (?) die Uni anfängt!
Mittlerweile habe ich mich aus meinem ruhigen Wohnviertel herausgetraut und mit Maria die Megacity besucht die...überraschend sauber, wenig Verkehr, wenig hastende Menschen und wenige hohe Gebäude aufweist. Vom Torre Latinoamericano (dem wohl ehemalst höchsten Gebäude Mexikos)hat man einen gutem Blick über die Stadt.

Dadurch das es nur vereinzelt mal eine Ansammlung von Wolkenkratzern gibt wird einem die Größe der Stadt eigentlich nur daran bewusst das man, egal in welche Himmelsrichtung man schaut, nur Häuser sieht. Also das Foto in alle Himmelsrichtungen so vorstellen..und die Smogwolke ist durch den ständig bewölkten Himmel auch ein bisschen zu erkennen.

Ein Kennzeichen der Mexikaner ist, dass diese es lieben zu essen! Dadurch das auch noch jeder versucht irgendwie Geld zu verdienen gibt es an jeder Ecke Stände mit Tacos, Tortas (leckere belegte Brötchen mit Avocado, Käse, Schafskäse, Schinken, Chilli...aber das alles auf einmal:-)),Chips oder Pommes mit verschiedenen Saucen, Fruchtssäfte und wirklich geniales Fruchtwassereis aller Sorten.
Auch Bäckereien mit zwar keiner großen Brotauswahl aber dafür umso grösserer Plätzchen/Gebäckauswahl sieht man hier an jeder Ecke. (und zahlt so ungefähr 2 cent pro Teilchen...da ist ja sogar das Backwerk teuer gegen)
Manchmal sieht man sehr merkwürdige Wasser-/Zeitsparmassnahmen.Letztes Wochenende bin ich mit einigen anderen Leuten meiner Uni nach San Miguel de Allende gefahren. In dieser wirklich sehr schönen mexikanischen Stadt findet einmal im Jahr die Pamplonada statt. Wahrscheinlich sagt es den meisten mehr unter "leichtsinniges, gefährliches Rennen in den Straßen mit Stieren", was so auch in Spanien (Pamplona) stattfindet. Zu diesem Spektakel versammeln sich wohl an die 20.000 Mexikaner mit schätzungsweise Durchschnittsalter 21 Jahre in der kleinen Stadt. Während die meisten das Spektakel hinter den Absperrungen oder auf den Dächern verfolgen, rennen ein paar mit den Stieren. Wir, nach unserer Ankunft ganz nach dem Motto "Follow the Mexicans" (ein Mariaratschlag den wir auch beim ueberqueren 4 spuriger Strassen ohne sichtbare Fussgängerampeln anwenden) dem einzigen Mexikaner unseres Autos durch die Menschenmassen gefolgt...und befanden uns auf einmal in der für das Rennen abgesperrten Strasse.

Das war soweit kein Problem da das Stierrennen erst eine halbe Stunde später angesagt war...blöd war nur, dass uns keiner hinter die sicheren Absperrungen liess. Nachdem die Jungs in der Strasse zur Einstimmung schonmal anfingen zu rennen und zu pfeifen wurde ich dann etwas unruhiger, aber sogar weder Polizei noch Rotes Kreuz liessen sich von blonden Haaren oder meinem "No quiero correr con los torros" beeindrucken. Na ja, so 5 Minuten vor Start konnten wir uns dann für unverschämte 200 pesos ( ca. 12 Euro oder ein gutes Essen im Restaurant) hinter die Absperrung retten. Das Rennen an sich wirkte dann ungefährlicher als vorgestellt. Die Stiere schienen völlig fertig von Hitze und Menschen und zeigten nur Reaktionen auf extremstes Anstacheln seitens der Leute. Aber scheinbar soll es jedes Jahr zu Unfällen und wohl auch mal zu Toten beim Rennen kommen.
So, diese Zeilen sind jetzt schon wieder fast 2 Wochen her, da ich Probleme beim Veröffentlichen der Bilder hatte. Ein weiteres Update, ergänzt um neue Trips und meine ersten Unierfahrungen kommt bald..aber jetzt geh ich erstmal schlafen!:-)
Seid gedrückt!
Steffi











