estefy en Mexico

Freitag, September 29, 2006

Hola!

So, da wird es doch mal wieder Zeit für ein Update aus meinem mexikanischen Leben bevor ab Montag dann endlich (?) die Uni anfängt!

Mittlerweile habe ich mich aus meinem ruhigen Wohnviertel herausgetraut und mit Maria die Megacity besucht die...überraschend sauber, wenig Verkehr, wenig hastende Menschen und wenige hohe Gebäude aufweist. Vom Torre Latinoamericano (dem wohl ehemalst höchsten Gebäude Mexikos)hat man einen gutem Blick über die Stadt.
Dadurch das es nur vereinzelt mal eine Ansammlung von Wolkenkratzern gibt wird einem die Größe der Stadt eigentlich nur daran bewusst das man, egal in welche Himmelsrichtung man schaut, nur Häuser sieht. Also das Foto in alle Himmelsrichtungen so vorstellen..und die Smogwolke ist durch den ständig bewölkten Himmel auch ein bisschen zu erkennen.


Ein Kennzeichen der Mexikaner ist, dass diese es lieben zu essen! Dadurch das auch noch jeder versucht irgendwie Geld zu verdienen gibt es an jeder Ecke Stände mit Tacos, Tortas (leckere belegte Brötchen mit Avocado, Käse, Schafskäse, Schinken, Chilli...aber das alles auf einmal:-)),Chips oder Pommes mit verschiedenen Saucen, Fruchtssäfte und wirklich geniales Fruchtwassereis aller Sorten.

Auch Bäckereien mit zwar keiner großen Brotauswahl aber dafür umso grösserer Plätzchen/Gebäckauswahl sieht man hier an jeder Ecke. (und zahlt so ungefähr 2 cent pro Teilchen...da ist ja sogar das Backwerk teuer gegen)


Manchmal sieht man sehr merkwürdige Wasser-/Zeitsparmassnahmen.


Letztes Wochenende bin ich mit einigen anderen Leuten meiner Uni nach San Miguel de Allende gefahren. In dieser wirklich sehr schönen mexikanischen Stadt findet einmal im Jahr die Pamplonada statt. Wahrscheinlich sagt es den meisten mehr unter "leichtsinniges, gefährliches Rennen in den Straßen mit Stieren", was so auch in Spanien (Pamplona) stattfindet. Zu diesem Spektakel versammeln sich wohl an die 20.000 Mexikaner mit schätzungsweise Durchschnittsalter 21 Jahre in der kleinen Stadt. Während die meisten das Spektakel hinter den Absperrungen oder auf den Dächern verfolgen, rennen ein paar mit den Stieren. Wir, nach unserer Ankunft ganz nach dem Motto "Follow the Mexicans" (ein Mariaratschlag den wir auch beim ueberqueren 4 spuriger Strassen ohne sichtbare Fussgängerampeln anwenden) dem einzigen Mexikaner unseres Autos durch die Menschenmassen gefolgt...und befanden uns auf einmal in der für das Rennen abgesperrten Strasse.

Das war soweit kein Problem da das Stierrennen erst eine halbe Stunde später angesagt war...blöd war nur, dass uns keiner hinter die sicheren Absperrungen liess. Nachdem die Jungs in der Strasse zur Einstimmung schonmal anfingen zu rennen und zu pfeifen wurde ich dann etwas unruhiger, aber sogar weder Polizei noch Rotes Kreuz liessen sich von blonden Haaren oder meinem "No quiero correr con los torros" beeindrucken. Na ja, so 5 Minuten vor Start konnten wir uns dann für unverschämte 200 pesos ( ca. 12 Euro oder ein gutes Essen im Restaurant) hinter die Absperrung retten. Das Rennen an sich wirkte dann ungefährlicher als vorgestellt. Die Stiere schienen völlig fertig von Hitze und Menschen und zeigten nur Reaktionen auf extremstes Anstacheln seitens der Leute. Aber scheinbar soll es jedes Jahr zu Unfällen und wohl auch mal zu Toten beim Rennen kommen.

So, diese Zeilen sind jetzt schon wieder fast 2 Wochen her, da ich Probleme beim Veröffentlichen der Bilder hatte. Ein weiteres Update, ergänzt um neue Trips und meine ersten Unierfahrungen kommt bald..aber jetzt geh ich erstmal schlafen!:-)

Seid gedrückt!

Steffi

Sonntag, September 24, 2006

Trip in kleines Dorf in der Nähe Xalapas im Staat Veracruz mit meiner Gastschwester, ihrem Cousin, seinem Freund und nem Ami.



Bunte Häuser sind in Mexiko überall zu finden.



Das Dorf...



...umgeben von grünen Bergen und mit einem schönen Fluss...



..in dem erst Rafting gemacht wurde und dann so eine Art Seilbahnfahrt über den Fluss.



Und ne mexikanische Fiesta gab es auch mit jeder Menge essen. Danach konnte man auf dem Marktplatz den Schrei der Unabhängigkeit (Viva Mexico!) miterleben, der immer am 15.09. stattfindet. Auf jedem Platz in ganz Mexico versammeln sich die Menschen und um 23 Uhr werden Glocken geläutet und eine Rede vom Bürgermeister bzw. Präsidenten gehalten die mit dem Unabhängigkeitsschrei endet.

Freitag, September 22, 2006

Einige Eindrücke aus meiner Zeit in Cuernavaca



Meine Gastschwester Edith und ich



Sonia mi profesora



Cholua, die Stadt der Kirchen. Hier bauten die Spanier auf der Pyramide ihre Kirche.



Tepotzlán-ein Tempel, den man nach einem anstrengenden Aufstieg erreicht mit Ausblick auf die grünen Berge



Tepotzlán


Die schönen Seiten Cuernavacas :-)

Mittwoch, September 20, 2006

Da bin ich-angekommen in der groessten Stadt der Welt! Und ich bin auch wieder gut erreichbar! Unter:

Stefanie Zitzen
Cuahutemoc No.9
Col. Progresp Tizapan
Mexico DF 01080
Mexico

Phone: 5255 56164619

koennt ihr mich mit Postkarten und Anrufen ueberhauefen! Und eine Flatrate habe ich auch hier-Skype wird also bald installiert!

Der Anfang hier in Mexico war, wie sollte es auch anders hier sein, das reinste Chaos....aber am Ende hat sich mal wieder alles gefuegt.
Gestern kam ich mit dem Bus und einem sicheren Taxi (kann hier naemlich nicht jedes Taxi nehmen) nach einer ziemlichen Suche (Taxifahrer: Wo soll das bitte sein? Ich: War noch nie da ; daraufhin suchte der Fahrer waehrend der Fahrt im Monsterverkehr nach meiner Ministrasse. Ankunft in dieser...Suche nach Nummer 9. Nicht so leicht, wenn die Nummern wie hier nicht chronologisch aufeinander folgen) an. Und dann: keiner da! Mit 4 Gepaeckstuecken waere es leider auch nicht moeglich gewesen eine Telefonzelle zu erreichen; der Fahrer hatte auch kein Handy. In dem Moment; Fahrer und ich verzweifelt vor verschlossener Tuer, kam die zukuenftige Nachbarsfrau mit dem Auto an. Ich bin noch schnell durch die sich schliessende Einfahrt gehechtet und mein Dilemma erklaert. Und, Glueck gehabt! Die supernette Nachbarsfamilie hat den Anruf bei der Vermieterin uebernommen und ich wurde mit Getraenken im noblem Haushalt (zwei Dienstmaedchen!) versorgt. Irgendwann kam auch die Vermieterin und ich konnte ins Haus!

Das Haus-bin positiv ueberrascht. Der Garten ist wirklich gross (haben sogar nen eigenen Limonenbaum), Kueche, Wohn-und Esszimmer und mein Zimmer ist auch ganz nett. Alles ein wenig abgenutzt aber durchaus zum wohlfuehlen!

Tja, der Tag der Ankunft ging weiter. Schnell eingekauft, froh meinen Weg nach Hause gefunden zu haben...immer noch keiner da. Wusste von der Vermieterin dass 1 Mitbewohner (Felix, Deutscher) da sein sollte, zwei weitere (Schweizer und Italienerin gerade auf Wochenendtrip) und ein weiterer noch fehlt. Habe den Abend also alleine mit Auspacken verbracht bis auf einmal ein riesiger Krach zu hoeren war. Dachte erst Felix waer nach Hause gekommen, aber keiner meldete sich auf mein Rufen. Etwas spaeter ging ich in mein Bad...die Haelfte der Badezimmerdecke heruntergekracht!!!!Riesige Putzbrocken in der Badewanne, eine einsame Lampe baumelte lose von der Decke, der ganze Boden mit Schutt uebersaeht! Habe, leicht panisch, versucht die Vermieterin zu erreichen..aber die ganze Zeit besetzt! Na ja, um es mal kurz zu machen! Felix kam irgendwann nach Hause und heute kam die Vermieterin vorbei und hat erstmal energisch den restlichen Putz von der Decke gerissen. Morgen soll wohl ein Handwerker kommen...

Heute war dann ein wirklich schoener Tag. Habe mit Felix die Stadt erkundet. Er ist schon laenger hier, da er die Bachelorkurse und ich die Masterkurse macht. Der Teil der Stadt wo wir wohnen ist echt eher beschaulich und man hat nicht das Gefuehl in der Metropole der Erde zu sein. Das einzige woran man die Großstadt merkt sind leichte Kopfweh, die laut Felix wohl vom Smog kommen.

Meine restliche Zeit in Cuernavaca war auch noch ganz schoen. Nachdem sich der erste Kulturschock gelegt hatte, habe ich auch noch ein paar nette Ecken entdeckt und weitere Ausfluege mit den beiden aus der Sprachschule, meiner Lehrerin Sonia oder meiner Gastschwester Edith unternommen. In der letzten Woche war ich dann alleine in der Sprachschule...auch mal ne Erfahrung. Uebrigens habe ich meine Gastfamilie noch lieben gelernt und diese mich auch! Wer sich noch an in meiner letzten Mail erwaehnten Eindruck von meiner geschaeftstuechtigen, mir Armbaender verkaufenden Gastmutter erinnert...am Ende wurde mir eines der Armbaender mit wirklich sehr lieben Worten von der Mami ueberreicht.

Am Donnerstag statte ich sogar Cuernevaca wieder einen Besuch ab. Werde eine Nacht bei der Familie schlafen und dann am Freitag fuer einen Wochenendtrip mit Edith und anderen nach Puerto Veracruz fahren. Werden da so ne Art Adventuretrip mit Kanu,Gotcha (?) und anderem machen.

Zum Abschluss noch ein paar Eindruecke aus meinem Leben in Mexico:

-ein Halt vor einer roten Ampel bietet genug Zeit von Strassenverkauefern Coffee to go, Kaugummis, Schokolade, Leselampen, Mexikoflaggen,... angeboten zu bekommen
- Toilettenpapier immer in den Eimer neben der Toilette werfen
-alles enthaelt Chilli. Auch Suessigkeiten und Bier!
-bis jetzt ist noch kein Mexikaner zu spaet zu einer Verabredung gekommen
- kuerzere Busfahrten kosten ca. 2 cent; 1 und mehr stuendige 2 Euro; ein sehr guter Italiener fuer 4 Personen ca. 40 Euro
-der Strand von Acapulco ist nur 3 Stunden entfernt; das Zentrum Mexiko Citys 1 Stunde
- auch kurze Busfahrten werden von den Mexikanern fuer eine Clownvorfuehrung oder das Erzaehlen der Lebensgeschichte (mit dem Ziel Geld zu bekommen) genutzt

So, das war ein kleines Update aus meinem mexikanischen Leben! Freue mich weiterhin sehr von Euch zu lesen und lasst es euch gut gehen oder wie die Mexis sagen: Que te vayas bien!

Steffi

Hallo, ihr Lieben!

So, da bin ich-in Mexiko, genauer in Cuernavaca einer relativ grossen Stadt im Staate Morelos.
Meine ersten Eindruecke von der "Stadt des ewigen Fruehlings" waren nicht so positiv. Es ist zwar angenehm warm (sitze hier im T-shirt) aber die Stadt ist relativ schmutzig und der Verkehr schlimm. (vorallem da es kaum Fussgaengerwege gibt und die Autofahrer sich gar nicht an Zebrastreifen halten) Auch meine Sprachschule hat ein wenig bei ihrem Internetauftritt gemogelt-vom angekuendigten Pool ist nichts zu sehen und statt der angepriesenen durchschnittlichen 80 Schueler sind wir nur zu dritt!
Meine Gastfamilie, bestehend aus einer ca. 60 jaehrigen Frau und ihren zwei ca. 30 jaehrigen Kindern (ist in Mexiko recht ueblich, dass die erwachsenen Kindern lange bei den Eltern wohnen) ist dagegen sehr nett. Auch wenn sie echt geschaeftstuechtig ist (eines Tages breitete sie alle moeglichen Schmucksachen vor mir aus und erklaerte mir das sie diese immer verkauft....hm, fuehlte mich etwas dazu gedraengt ihr auch etwas abzukaufen..habe es aber mal bewusst ignoriert) ist sie sehr um mich besorgt und kocht wirklich supergutes, frisches, mexikanisches Essen in Massen! Die ganze Familie haelt gut zusammen und so ist immer jemand da der mich morgens zur Schule faehrt oder mir die Stadt zeigt.
Zum mexikanischen Essen...es enthaelt standardmaessig Chilli ist aber nicht unbedingt immer scharf. Fast immer werden warme Tortillas zum Essen gereicht und meist steht auch eine Schuessel mit selbstgemachtem Salsa auf dem Tisch. Viel frisches Gemuese wird zubereitet und jeden Morgen bekomme ich meinen Teller Papaya und Banane. Fruechte sind hier sowieso an jeder Ecke an den zahlreichen Strassenstaenden zu finden an die ich mich aber noch nicht so ganz herangetraut habe.
Dieses Wochenende war ich mit meiner Gastmutti und der Amerikanerin Sheryl (aus meiner Sprachschule) in Puebla und Cholua. Sind beide bekannt fuer ihre vielen Kirchen und schoene Altstadt. Es soll wohl 365 Kirchen in der Region geben und dazu gibt es eine Geschichte. Dieser Geschichte nach haben die Einwohner geholfen auf Seite der Azteken gegen den Eroberer Cortez und die Spanier zu kaempfen und als "Rache" der Spanier haben diese fuer jeden Tag des Jahres eine Kirche gebaut. Die Kirchen stehen zudem zum Teil auf den alten Tempeln der Azteken. In Puebla habe ich ich zudem auch eine Gericht probiert wofuer Puebla bekannt ist. "Mole poblano". Das ist Schokoladensosse die mit mehr als 30 anderen Zutaten angereichert wird (z.B. Chili, Mandeln,..) und mit Huehnchen serviert wird. Hatte mich so auf die tolle Schokoladensosse gefreut aber diese Mischung schmeckt gar nicht mehr nach Schokolade (eher nach Lebkuchen) und zum Fleisch echt gewoehnungsbeduerftig.
Nach dem anfaenglichen (Kultur)schock habe ich mich so langsam eingelebt. Mache viel mit Sheryl, ruhe mich nach dem Stress der "vor-mexiko" Zeit aus und dabei arbeite ich an meinem Spanisch. Dadurch dass ich in der Schule Einzelunterricht habe und auch "zu hause" nur Spanisch rede, verstehe ich mittlerweile relativ gut. Mit dem Sprechen klappt es so, dass ich mich verstaendlich machen kann. Habe jetzt sogar mal mexikanisches Fernsehen (zu 90 prozent telenovelas) geguckt. Und, es gibt hier eine Serie die absolut identisch mit unserem "Verliebt in Berlin" ist. Das Konzept zu der Sendung kommt wohl aus Kolumbien. Traegt sogar ne Zahnspange die mexikanische Lisa Plenske.
Ansonsten kann ich noch die Beliebtheit (blonder) auslaendischer Maedels bestaetigen.:-) Relativ unaufdringlich wird einem hier an jeder Ecke (ich glaube auf dem 15 minutigem Hinweg zum Zentrum heute ca. 6 mal) etwas nachgerufen.

Soviel zu meinen ersten Reiseeindruecken. Geht mir also gut, auch wenn ich zu Hause teilweise echt vermisse, und mich immer freue etwas von euch zu lesen!

Hoffe es geht euch allen sehr gut im Ratingen, Koeln, Atlanta, Thailand, Buenos Aires,.. oder wo auch immer!


Steffi